„Don’t be encumbered by history, just go out and do something wonderful.“
Robert Noyce (1927-1990), Mitgründer von Intel und Erfinder des Mikrochips
Dieses Zitat begleitet mich, seit ich es zum ersten Mal gelesen habe – und eigentlich schon viel länger, ohne dass ich es damals so benennen konnte. Es erinnert mich daran, dass Fortschritt selten entsteht, wenn man sich zu sehr von der Vergangenheit einengen lässt: von dem, was schon immer so war, von alten Mustern, Erfolgen oder auch Rückschlägen.
„Sich nicht mit der Geschichte belasten“ bedeutet für mich nicht, Erfahrungen zu ignorieren – im Gegenteil. Es bedeutet, sie als Fundament zu nutzen, aber nicht als Grenze. Offen zu bleiben für Neues, mutig zu entscheiden und den nächsten Schritt zu gehen, auch wenn der Weg noch nicht vollständig sichtbar ist.
Und „etwas Wunderbares tun“ heißt nicht zwingend, immer Großes oder Perfektes zu schaffen. Manchmal ist das Wunderbare einfach, etwas in Bewegung zu bringen: eine Veränderung anzustoßen, neue Perspektiven zu eröffnen oder gemeinsam mit einem Team etwas aufzubauen, das vorher noch nicht möglich schien.
Dieses Mindset prägt meine Arbeit bis heute – besonders in Transformations- und Turnaround-Situationen: den Blick nach vorn richten, Chancen erkennen und den Mut haben, Neues zu gestalten.
Meine Arbeitsweise
Mein Managementstil und meine Arbeitsweise sind klar, strukturiert und umsetzungsorientiert. In Interim-Mandaten kombiniere ich strategische Neuausrichtung mit operativer Hands-on-Führung, insbesondere in Transformations-Situationen. Ich schaffe möglichst schnell Transparenz über die wichtigsten Hebel (Finanzen, Produkt, Go-to-Market) und setze gemeinsam mit dem Team fokussierte und priorisierte Maßnahmen um. Ich führe Teams und Mitarbeitende nahbar und verbindlich, mit klaren Zielen und hoher Ergebnisorientierung. In Turnaround-Projekten sowie in VC- oder PE-Kontexten arbeite ich strikt daten- und zahlenbasiert, mit klarer Kommunikation und mit konsequentem Fokus auf nachhaltige Profitabilität und Skalierung.
1989 - 1990
1990 - 2006
2007-2016
2017-2020
2020 - heute
2023 - heute
„Für Unternehmen ist es wichtig, dass Strukturen und Prozesse frühzeitig an zukünftige Bedarfssituationen angepasst werden. Die DDIM zeichnet Mandate von DDIM-Mitgliedern aus, die einen besonders hohen Nutzen für den Auftraggeber gestiftet haben.“
DDIM - Dachgesellschaft Deutsches Interim Management e.V.
Im Jahr 2003 durfte ich die Auszeichnung “Karriere des Jahres” der Verlagsgruppe Handelsblatt entgegennehmen. Sicherlich einer der Höhepunkte meiner Karriere als Vertriebsleiter Europa und Geschäftsführer der deutschen Niederlassung der Intel Corporation.
“Die Jury (…) bewertet die Teilnehmer nach vier Kriterien:
Performance: rascher Aufstieg in einer Hierarchie
Success: besondere berufliche Erfolge, zum Beispiel ein entscheidender Beitrag zum Turnaround eines Unternehmens
Leadership: vorbildliches Führungsverhalten, das sich in einer möglichst großen Übereinstimmung von Unternehmens- und Mitarbeiterzielen auswirkt
Business Ethics: verantwortliches, über die persönlichen und Unternehmensinteressen hinausgehendes Handeln im beruflichen wie im gesellschaftlichen Kontext
Jürgen Thiel, Managing Director bei Intel, erhielt 2003 die Auszeichnung “Karriere des Jahres”. Der Vertriebsprofi baute das Intel-Geschäft in Osteuropa aus dem Nichts auf. In zehn Jahren machte er acht Karriereschritte und war der jüngste Managing Director von Intel weltweit.”Handelsblatt
Zwei wichtige Abschnitte meines Lebens, mit denen ich sehr unterschiedliche Erfahrungen verbinde, habe ich in meinen beiden Büchern zusammengefasst: Manager in einem Technologiekonzern und zehn Jahre Leben und Arbeiten in Brasilien.
“Grenzenlos” ist meine Autobiographie als ehemaliger Manager in einem US-amerikanischen Technologiekonzern. Primär wollte ich meine persönlichen Erfahrungen mit anderen Kulturen beschreiben, die ich im Zeitraum von 14 Jahren gemacht habe. Am Anfang der 1990er Jahre bereiste ich, praktisch auf mich allein gestellt, viele Länder im zentralen und südlichen Osteuropa und eröffnete eine Niederlassung in Budapest. Später hinterließen meine Erfahrungen in Russland und anderen Staaten der ehemaligen Sowjetunion bleibende Eindrücke, nicht zuletzt auch durch einen bewegenden Ausflug in meine eigene Familiengeschichte. Anfang der 2000er Jahre bereiste ich den Mittleren Osten und einige afrikanische Länder, bevor ich die Verantwortung für das Geschäft in der EU übernahm. Abgerundet habe ich meine Geschichte mit Eindrücken aus China, Taiwan und Guatemala.
Grenzenlos
Multikulturelle Erfahrungen eines Ex-Managers
September 2007, 2. Auflage August 2019
ISBN 978-1687496058
Taschenbuch oder eBook
„Immer wieder ertappte ich mich, wie ich mir die Situationen bildlich vorstellte und der Autor hat es wirklich geschafft, diese Bilder zu vermitteln. Ein inspirierendes Buch, das durch seinen Erzählstil zudem sehr unterhaltsam ist.“
amazon.de, Dezember 2019
“Jenseits von Samba und Karneval” ist meine persönliche Sicht auf Brasilien, die geprägt ist von Erfahrungen aus zehn Jahren Leben und Arbeiten in diesem Land. Das Buch ist zum großen Teil ein kritischer Blick auf den südamerikanischen Flächenstaat und seine Gesellschaft. Ich versuche besonders die wirtschaftlichen, politischen und gesellschaftlichen Herausforderungen Brasiliens zu skizzieren, mit denen ich täglich in Berührung kam. Ich hoffe, dass das Buch an vielen Stellen aber auch die Faszination dieses Landes und seiner Bewohner vermitteln kann.
Jenseits von Samba und Karneval
Eine persönliche Sicht auf Brasilien
November 2019, ISBN 978-697753974
Taschenbuch oder eBook
„Man glaubte, das Ganze während der Lektüre zusammen mit dem Autor, in zusammengefasster Form, nochmals zu erleben.“
„Die Erlebnisse des Autors sind interessant geschrieben. So gibt es viele Geschichten, die Jürgen Thiel erlebt hat, die nachdenklich machen und manchmal auch zum Schmunzeln anregen.“
amazon.de, Februar 2020
Da ich vor allem mit Startups, Scale-ups und mittelständischen Unternehmen aus der Software- und SaaS-Branche zusammenarbeite, bin ich immer wieder mit der Herausforderung konfrontiert, dass sich aufgrund des Mangels an qualifizierten IT-Fachkräften, insbesondere Softwareentwicklern, die Markteinführung von Produkten verzögert oder innovative Ideen gar nicht erst in Produkte umgesetzt werden können. Aus diesem Grund habe ich pyraCode gegründet, um meinen Kunden mit dem Aufbau und dem Management von Engineering-Teams einen zusätzlichen Service zu bieten.